Rathaus / Ortschaftsamt - Geschichte/Historie

Kleiner Wegweiser durch die
       Vergangenheit des Dorfes Kiechlinsbergen
                              und seine historischen Örtlichkeiten.


Schautafel 1 - Bergkirche St. Petronilla

Immer mehr kunsthistorische Abhandlungen über den Kaiserstuhl nennen die Pfarrkirche St. Petronilla in Kiechlinsbergen besonders sehens - und eines Besuches wert. Sie wurde 1812-14 im damals üblichen klassizistischen Weinbrennerstil auf einem Berghügel über dem Dorf errichtet, wo schon der Vorgängerbau gestanden hatte. Baumeister war Friedrich Arnold, Prof. für Baukunst in Freiburg dort stellvertretender Baudirektor. Aus finanziellen Gründen kaufte man 1815 bzw. 1817 für die Inneneinrichtung zwei Seitenaltäre aus dem aufgehobenen Kloster Tennenbach (heutige Seitenaltäre) sowie einen Rokoko-Altar aus dem Johanniterstift in Kenzingen (Hochaltar). Um die Diskrepanz zwischen dem nüchternen und kühlen Weinbrennerbau und den Barockaltären zu beheben, ließ Ehrendomherr Pfr. Dr. Knebel den Innenraum in den Jahren 1928/29 in barocken Formen ausgestalten.
Künstler wie Kitschker, Baierlein und Meyer-Speer sorgten für ein entsprechendes Stuck - und Farbengewand und machten den Kirchenraum zu einem Juwel, das der Kirchenbesucher in der äußerlich unscheinbaren Kirche gar nicht vermuten würde. Sehenswert sind neben den Altären noch die Statuen der hl. Petronilla (Kirchenpatronin = berühmte römische Mätyrerin), der Immaculata und der Pieta / geschaffen von Fr. A.X. Hauser, Freiburg sowie die Holzfigur des hl. Sebastian aus der Zeit um 1500.
Beachten Sie zur Inneneinrichtung der Kirche auch das im Turmbereich ausliegende Faltblatt zur Kirche.